Relativitätstheorie relativ anschaulich

Tempolimit Lichtgeschwindigkeit

Ein Schwarzes Loch in unserer Nähe?

Die Sonne ist einer von hundert Milliarden Sternen in der großen Spiralgalaxie Milchstraße. In der Milchstraße gibt es auch viele ausgebrannte Sterne, darunter schätzungsweise eine Milliarde Schwarze Löcher. Denkbar wäre es, dass sich auch in der Nähe des Sonnensystems ein Schwarzes Loch befindet und möglicherweise eines Tages entdeckt wird...

Die Spiralgalaxie NGC 4414: Space Telescope Science Institute (STScI)

Das Jahr 2012 beginnt mit einer wissenschaftlichen Sensation:

Heidelberger Morgen 21.1.2012

Ein Schwarzes Loch in unserer Nähe

Ein Schwarzes Loch in 12 Lichtjahren Entfernung wird in der neuesten Ausgabe der wissenschaftlichen Zeitschrift Nature gemeldet. Zwölf Lichtjahre ist die Strecke, die Licht in zwölf Jahren zurücklegt (Licht breitet sich mit knapp 300000 Kilometern pro Sekunde, d. h. mit etwa einer Milliarde Stundenkilometern aus). Das neu entdeckte Schwarze Loch ist nur dreimal so weit vom Sonnensystem entfernt wie unser nächster Nachbar, der Stern Alpha Centauri, und gehört damit zu unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft. Die Europäische Raumfahrtagentur ESA hat sofort die Entsendung einer unbemannten Raumsonde angekündigt, die fundamentale neue Erkenntnisse liefern wird. Diese Mission ist ein Generationenprojekt: Bis die Sonde das Schwarze Loch erreicht, werden Jahrzehnte vergehen und wenn dann die ersten Daten zur Erde gefunkt werden, brauchen sie weitere 12 Jahre für den Rückweg.

Bild-Journal      21.1.2012
Weltallmonster
 
bedroht Erde
 
Vor zwei Stunden Schwarzes Loch in Erdnähe entdeckt! Verschlingt alles erbarmungslos! Unser Reporter interviewt den Entdecker exklusiv!

BILD: Herr Professor Seeger, besteht Gefahr für die Menschheit? Könnte die Erde verschlungen werden?

Prof. S.: Das Schwarze Loch ist über 12 Lichtjahre entfernt. Das ist astronomisch gesehen zwar extrem nahe und für uns Wissenschaftler ein ausgesprochener Glücksfall, aber der Erde gefährlich werden kann es nicht.

BILD: Bei einer so geringen Entfernung möchten unsere Leser wissen, ob es sich der Erde nähert. Können Sie darüber schon etwas sagen? Bewegt es sich?

Prof. S.: Es nähert sich unserem Sonnensystem mit etwa 240 Kilometern pro Sekunde.

BILD: 240 Kilometer direkt auf die Erde zu! Wie groß ist dieses Weltallmonster?

Prof. S.: Es hat etwa die zehnfache Masse der Sonne, ist also astronomisch gesehen eher ein kleines Schwarzes Loch.

BILD: Die Masse von zehn Sonnen? Das ist ja riesig! Wie kann es sein, dass dieses Monster erst jetzt entdeckt wurde?

Prof. S.: Schwarze Löcher senden keine Strahlung aus, deshalb sind sie schwer zu finden. Entdecken kann man sie nur durch eine kontinuierliche und lückenlose Beobachtung des gesamten Himmels, für die uns aber leider vor 2 Jahren die Mittel gestrichen wurden.

BILD: Wieder einmal sehen wir das Versagen einer am falschen Ende sparenden Politik. Die Redaktion von BILD-Journal ruft im Namen ihrer Leser die Regierung auf, diese verantwortungslosen Sparmaßnahmen sofort zurückzunehmen.

Sämtliche Observatorien der Welt werden diese Nacht ihren Blick auf diesen unsichtbaren gefräßigen Geisterfahrer des Weltalls richten, der mit 240 Stundenkilometern auf unsere Erde zurast. Im Moment besteht noch keine Gefahr, wir werden unsere Leser aber über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden halten.

CZ

Die Autorin U.K. möchte noch anmerken, dass dieser Bild-Journal Reporter CZ ja wohl ziemlichen Unsinn schreibt. Prof. Seeger sollte etwas mehr darauf achten, von wem er sich interviewen lässt.
 
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AutorInnen: Ute Kraus, Corvin Zahn, Datum: 29.03.2004
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