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Wie entsteht ein Film?

Zur Aufnahme von 8mm- oder 16mm-Filmen besitzt die Theoretische Astrophysik der Uni Tübingen eine abdunkelbare Ecke, in der auf einer optischen Bank vor einem hochauflösenden Farbbildschirm eine Filmkamera montiert werden kann. Die Bilder eines Films werden einzeln auf den Schirm gebracht und mit ca. 2s Belichtungszeit aufgenommen. Einzelbildaufnahmen sind notwendig, weil die Plattenzugriffszeiten zu lang sind, um die Bilder in Echtzeit (18 bzw. 24 Bilder/s) auf den Bildschirm zu bringen. Außerdem kann durch die lange Belichtungszeit ein niedrigempfindlicher und damit höherauflösender Film verwendet werden.

Für Videofilme ist das Einzelbildverfahren ungeeignet, da die Aufnahme eines Bildes wegen der notwendigen Synchronisation von Band und Aufnahmekopf ca. 30sec dauert. Außerdem wäre der Verschleiß des Aufnahmekopfes sehr hoch.

Das Rechenzentrum der Universität Stuttgart bietet zur Zeit folgende Lösung an: Die Bilder werden einzelbildweise auf eine optische Platte geschrieben, von der sie dann in Echtzeit sequentiell auf Videoband überspielt werden können.


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Corvin Zahn
2002-06-16