Man nehme eine Kamera, setze sie an eine beliebige Stelle des Weltalls, und betätige den Auslöser.
Unser Gehirn und die gängigen Computergrafikalgorithmen gehen beim Betrachten einer Szene allerdings davon aus, daß wir uns in einem euklidischen, flachen Raum befinden, daß Lichtstrahlen Geraden sind, daß sich alles, was wir sehen, ,,jetzt`` gerade und gleichzeitig ereignet, daß die Zeit überall gleich schnell abläuft, daß wir die Farben des beobachteten Objekts so sehen ,,wie sie sind``.
Diese Voraussetzungen sind bei astronomischen Beobachtungsobjekten nicht mehr erfüllt. In der Nähe ,,interessanter`` kosmischer Objekte (z.B. Schwarzer Löcher) hat die Raumzeit eine völlig andere Struktur, als wir sie aus dem Alltag gewohnt sind. In der Umgebung massiver Sterne läuft das Licht auf gekrümmten Bahnen, so daß photografische Abbildungen erheblich verzerrt werden. Lorentzkontraktion und Aberration ergeben scheinbare Verdrehungen eines sich schnell bewegenden Körpers. Die Photonen, die ein Bild erzeugen, also gleichzeitig bei der Kamera ankommen, können je nach Entfernung des Emissionspunktes zu unterschiedlichen Zeiten gestartet sein und damit bei großen Objektgeschwindigkeiten völlig verschiedene Phasen einer zeitlichen Entwicklung repräsentieren. Farben werden durch die Gravitationsrotverschiebung, sowie die durch Relativbewegung von Kamera und Objekt verursachte Dopplerverschiebung verändert.
Die Arbeitsweise unseres Gehirns und die gängigen Computergrafikalgorithmen beruhen wie gesagt auf den oben genannten Voraussetzungen und führen daher zu falschen Ergebnissen. Wir werden also mit zwei grundlegenden Problemen konfrontiert: