Die Metrik im Außenraum des Zentralkörpers ist ausschließlich durch dessen
Gesamtmasse
bestimmt. Das Linienelement dieser Metrik kann
beispielsweise so geschrieben werden:
Hier wurde ein Koordinatensystem und eine Koordinatenbenennung gewählt,
die eine Ähnlichkeit zu den in einer flachen Raumzeit bei kugelsymmetrischen
Problemen üblicherweise verwendeten Kugelkoordinaten suggerieren.
Die
-Koordinate entspricht der Eigenzeit eines im Unendlichen sitzenden
Beobachters. Die
-Koordinate ist durch den Umfang
eines Kreises
bzw. die Oberfläche
einer Kugelschale um den Koordinatenursprung
bestimmt. Die Metrik ist unabhängig von
.
Störend erscheint zunächst, daß die Koeffizienten
und
bei
singulär werden. Wie sich im nächsten Kapitel herausstellen wird, ist
das aber nur ein Problem dieses Koordinatensystems und kann durch eine andere
Koordinatenwahl behoben werden.
Die Wahl des Koordinatensystems und die Benennung der Koordinaten ist reine Konvention! Auch ob eine Koordinate eine Zeit- oder Raumkoordinate ist, entscheidet nicht die Benennung mit dem Buchstabenoder
, sondern allein die Zeit- oder Raumartigkeit des entsprechenden Basisvektors.
Die Wichtigkeit dieses Satzes wird sofort einsichtig, wenn man zu
-Werten
kleiner
übergeht. Jetzt ist auf einmal
und
,
damit ein zeitartiger und
ein raumartiger Vektor.
zeigt in die
Vergangenheit, der Lauf der Zeit wird also durch eine abnehmende
-Koordinate
charakterisiert,
wird von einem Beobachter als dritte
Raumkoordinate empfunden. Da die Metrik von
abhängt, heißt das, daß die
Metrik für
zeitabhängig und mit fortschreitender Zeit, d.h. für
, singulär wird.
Bleiben wir zunächst außerhalb dieser gefährlichen Zone. Für
ist
die Zeitkoordinate, die Metrik ist zeitunabhängig. Sie könnte z.B. mit
einem statischen Gerüst von Meterstäben vermessen werden.